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Die Digital-Marketing-Trends 2020

10.01.2020

Micro Moments – Der Search-Trend 2020

Ein neues Jahr, eine neue Dekade – und natürlich wieder jede Menge „Trending Topics“ und „Must-Haves“ im Digital Advertising. Doch neben den ganzen Dauerfeuer-Themen wie Storytelling, Social Commerce, Messenger-Marketing oder Nischen-Netzwerke existiert zunehmend auch noch ein weiteres, oft unbeachtetes Themenfeld: die sogenannten „Micro Moments“.

Unter Micro Moments versteht man spontane, extrem kurzweilige Momente des Informations- oder Handlungsbedarfs, durch welche wir dann im Affekt auf unser Smartphone schauen. Beispielsweise wenn man gerade über ein geschichtsrelevantes Datum diskutiert und dem Gegenüber schnell beweisen möchte, dass jener falsch liegt, oder wenn man sich in Teilen an ein Produkt erinnert, jedoch den exakten Namen sucht oder die Filialverfügbarkeit lokal erfahren möchte. Im Schnitt hat laut Google jeder Nutzer am Tag zwischen 90 und 150 solcher Mikromomente – 82% greifen dann fast immer zum Smartphone.

Man unterscheidet bei den Micro Moments im Wesentlichen zwischen vier verschiedenen Arten solcher Momente:

  1. Momente der Information: Informationsbeschaffung über Blogs, Artikel oder Knowledge Graph 

  2. Momente des Entscheidens: Suche nach lokalen Örtlichkeiten

  3. Momente des Handelns: Unterstützung der Handlung durch Erklärvideos und Tutorials

  4. Momente des Kaufens: Kaufentscheidung, Online VS. Offline (Fillialkauf) 

Die Frequenz solcher Micro Moments wird laut Google in den nächsten Jahren noch steigen und so haben jetzt besonders jene gute Karten, die sich auf gutes SEO und, wenn sinnvoll, hohen Lokalbezug konzentrieren. Aber auch lokal eingegrenzte Werbeanzeigen mit einer fokussierten Momentan- und Lokalitätsaussteuerung sollten zum guten Ton 2020 dazugehören. Da einige Micro Moments, vor allem jener Moment des Entscheidens und des Kaufens immer öfter auch Markenbegriffe enthalten, setzen hier erfolgreiche Nutzungen der Micro Moments hervorragendes Brand-Storytelling voraus. 

Soweit so gut – die absolute Königsdisziplin ist jedoch, wenn Ihre Marke es schafft, selbst Auslöser für Micro Moments zu werden. Beispielsweise hat es Starbucks längst geschafft, dass deren treue Fans in einer neuen Stadt nicht mehr nach „Café“ suchen, sondern direkt nach dem „nächsten Starbucks“. Aber auch ohne direkt in der selben Größenordnung mitzuspielen, können Sie als Marke diese Momente generieren. Durch geschickt formulierte Fragen in Ihren Pushkanälen (Display Advertising), die im Kopf Ihrer Zielgruppe bleiben, könnten Sie nachhaltig bestimmte Suchen triggern. Oder Sie nutzen die neueste Generation von mobilem Pushbenachrichtigungs-Advertising um den Nutzer dazu zu bringen einen kurzen Micro Moment mit Ihrer Marke zu erleben. In jedem Fall, bleiben die Micro Moments ein mächtiger Trend, der gerade erst seinen Siegeszug begonnen hat.