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Online Marketing 2018: Was kommt, was bleibt?

24.01.2018 von Andreas Nowak

2018 wird die ePricacy-Verordnung (DSGVO) Veränderungen mit sich bringen. Die Tatsache, dass Unternehmen sich vor dem Cookie-Setzen die Zustimmung der Nutzer einholen müssen, kann das Performance-Marketing sehr stark beeinträchtigen und zu Umsatz- bzw. Mediabudgetreduzierungen führen. Erste Schätzungen gehen von einem Minus von bis zu 30 % aus. Große Player wie amazon & Co. wird es freuen, da die User aus Gewohnheit noch häufiger die Marktführer besuchen werden. Die Möglichkeiten, Artificial Intelligence auch zur Verbesserung der Relevanz bei Werbeausspielungen zu nutzen, werden leider durch die DSVGO erst einmal ausgebremst. Daher hoffe ich, dass die EU weiter an der Nutzeraufklärung in puncto Cookies arbeitet und somit oftmals unbegründete Nutzerängste und damit verbundene Einbußen für die Digitalwirtschaft reduziert.

Ingo Veigel, Regional Head of Sales


Hochformatige Videoinhalte und –anzeigen: Snapchat hat es vorgemacht – die anderen Social Mediaplattformen ziehen nach, sowohl was die organische Postings (z.B. Stories) als auch die bezahlte Werbung (hochformatige Video-Ads) angeht.

Durch die kontinuierlich steigenden mobilen Nutzungszahlen wird es immer wichtiger, auch die Darstellung der Anzeigen den mobilen Geräten anzupassen um dadurch vollflächig und aufmerksamkeitsstark werben zu können. Insbesondere wenn TV-Werbung geschalten wird, lohnt es sich zusätzlich auch hochformatige Videos erstellen zu lassen, um auf dem Second-Screen parallel zum TV-Spot vollflächig präsent zu sein.

Influencermarketing: Generell ein Trend, der sich auch im neuen Jahr weiter entwickeln wird. Insbesondere Microinfluencer werden als Spezialisten auf ihren Gebieten auch für die Werbeindustrie immer interessanter. Die Engagement-Rate und das entgegengebrachte Vertrauen der Follower sind höher als den großen Macroinfluencern gegenüber.

Chatbots werden gerade im Kundenservice immer beliebter. Unternehmen haben hiermit ein effizientes Tool für einen unkomplizierten 24/7 Kundenservice, der individualisiert und direkt stattfinden kann. Je besser die Unternehmen diese Möglichkeit nutzen (u.a. auch über Facebook Messenger Bots) und ihren Service um Chatbots erweitern statt ihn darauf zu reduzieren (!), desto mehr können Marken davon profitieren.

Sabina Thorwarth, Senior Account Manager


Neben Voice Search, und Machine Learning sehe ich ganz klar weiterhin Digital TV und das Thema Attribution als Trends, die zwar nicht neu sind, aber in denen es viele Neuerungen geben wird.

Attributionsmodelle werden u.a. dank Machine Learning immer ausgereifter und somit noch aussagekräftiger. Jetzt gilt es, diese Modelle bestmöglich zu analysieren und die richtigen Maßnahmen daraus abzuleiten.

Digital TV wird vor allem in Verbindung mit Online immer potentere, individuellere  Werbemöglichkeiten bieten. Für Advertiser ist die Synchronisation von TV-Werbung mit Online Werbemaßnahmen eine wunderbare Möglichkeit, ihre Werbeausgaben effizienter einzusetzen und messbar mehr Abschlüsse zu generieren.

Safiye Arpad, Agency Group Head


Die Industrie arbeitet seit Jahren daran, eine Conversion den richtigen Channels zuzuordnen. Fast jeder Werbetreibende, ob Endkunde oder Agentur, zerbricht sich an der korrekten Zuweisung von Abschlüssen den Kopf. Dieses Jahr könnte das Jahr werden, in dem sich einige Lösungen tatsächlich durchsetzen. Für einen ersten Test stellt die datengetriebene Attribution (DDA) in AdWords eine tolle Möglichkeit dar, generell sollten allerdings alle Kontaktpunkte innerhalb der Customer Journey (also auch Social, Display, Affiliate, etc) berücksichtigt werden. Mit DDA lässt sich jede Kampagne ohne großen Aufwand optimieren. Nach Jahren der manuellen Attribution und unzähligen Attributionsmodellen ist jetzt die Zeit der „Automatisierung der breiten Masse“ gekommen.

Sicherlich wird auch Voice Search die Branche verändern und zu Beginn vor große Herausforderungen stellen. Durch Alexa und Co. ändert sich das Suchverhalten der User und Google, Bing und Co. müssen einen Weg finden, die Sprachsuchen in der breiten Masse zu monetarisieren.

Marcel SchneiderAgency Group Head


Alexa, Google Home und Co. sind auf dem Vormarsch in die Wohnzimmer. Dies bietet nicht nur neue Herausforderungen und Möglichkeiten für die Werbeindustrie, sondern treibt auch die Themen.

Voice Search und Machine Learning / AI voran. AI wird in allen Bereichen weitere Fortschritte erzielen und zum Beispiel Marketern die Datenanalyse erleichtern.  Dennoch wird menschliche Intelligenz nach wie vor gebraucht und darf bzw. kann auch nie komplett ersetzt werden.

Auch Blockchain wird uns weiterhin begleiten. Die Einsatzmöglichkeiten und Auswirkungen auf unseren Alltag sind vielfältig: Bitcoins sind nur eine Möglichkeit von vielen denkbaren.

Die Blockchain ersetzt Mittler und macht Transaktionen effizienter. Ein weiterer Vorteil dieser digitalen, dezentralen Datenbanken ist, dass Transaktionen genau und quasi fälschungssicher dokumentiert werden. Daher finden solche Systeme auch Eingang in sämtliche Branchen.

Markus Schindler, Head of Sales & Marketing

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