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In-App Marketing: Apps geschickt als Umsatzkanal nutzen

07.08.2019

Rund 1,5 Milliarden Euro wurden 2017 in Deutschland mit mobilen Anwendungen für Smartphones oder Tablets umgesetzt. Fast dreimal so viel wie noch vier Jahre zuvor. Und das Wachstum setzt sich laut Digitalverband Bitkom und einer Marktanalyse des Anbieters „Research 2 Guidance“ fort.

Rosige Aussichten für Marketer, die in Apps ein neues Werbe-El Dorado finden. Denn wie die Entwicklung in den USA zeigt, gewinnen Apps gerade im Retail, aber auch in anderen Branchen als Umsatzkanal immer mehr an Bedeutung: 70% der mobilen Sales erfolgen dort über eine App. Und 67% der Nutzer geben an, durch die App zum Kauf eines Produktes animiert worden zu sein.
 

Nach dem Download kommt das Vergessen

83% der User in US nutzen die Apps weniger als 1x/Monat. Dementsprechend müssen App-User bei Laune gehalten werden. Denn ist die App einmal heruntergeladen, wird sie nur noch selten genutzt. Wie also können vergessliche Nutzer effektiv an die App erinnert und zur wiederholten Nutzung animiert werden?

In-App-Marketing verspricht hierfür eine Lösung:

Nach Besuch der App verabschieden sich die User meist und surfen auf anderen Seiten oder auch Apps. Doch auch bzw. gerade dort können sie durch 3rd Party-Anzeigen an die App erinnert und über einen Deep-Link zum Angebot zurückgeführt werden. Das funktioniert nicht nur unmittelbar nach Nutzung der App, sondern vor allem, wenn der letzte Besuch schon eine Weile her ist.
 

Plumpe Anmache vermeiden

„Wir vermissen Sie in unserer App“ ist dann jedoch eine Botschaft, die Marketer tunlichst vermeiden sollten. Denn ist es zu offensichtlich, dass der User getrackt wird, fühlt er sich verfolgt. Zu Recht. Ein dezenter Hinweis auf den Mehrwert der beworbenen App für diesen speziellen Nutzer dürfte eingängiger sein und somit auch eher zum Ziel führen.

Im Retail-/Fashion-Bereich könnten beispielsweise Rabattcodes promoted werden, die nur über die App eingelöst werden. Im Finance-Bereich könnte der USP der App herausgestellt oder Features beworben werden. Generell gilt: Dem User muss ein Mehrwert und/oder etwas Neues geboten werden, wie zum Beispiel eine besondere Vergünstigung oder eine neue Kollektion oder Marke. Dann klappt es auch mit dem erneuten Besuch.