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Müssen Instagram und Pinterest jetzt zittern? Google launcht die Shoppable Image Ads

08.03.2019

Was bei Instagram und Pinterest zunächst belächelt und als nicht erfolgsversprechendes Feature abgetan wurde, ist mittlerweile mitten in unserem mobilen Alltag angekommen: Shopping durch Image Ads.

Bei Instagram beispielsweise wird durch kleine weiße Bubbles angezeigt, dass sich kaufbare Elemente auf dem Bild befinden. Beim Antippen werden auch direkt essenzielle Daten eingeblendet. Der User hat dann die Möglichkeit die Produkte online direkt zu kaufen, die ihm auf den Bildern gefallen haben.

Google hat bekannt gegeben, dass es nun auch in der Google Bildersuche die Möglichkeit gibt gesponserte Suchergebnisse anzuzeigen, die direkt mit Preis und Seite des Onlineshops verknüpft werden. Aktuell laufen die Shoppable Ads noch als Test, sollen aber im Laufe des Jahres ausgerollt werden.

Laut Google sind 50% aller Käufer durch Bilder zum Kauf inspiriert. Viele nutzen zu diesem Zweck vor allem die Google Bildersuche. Google erweitert daher die schon vorhandenen Google Showcase Shopping Ads, die im Shopping Bereich auf der Suchergebnisseite angezeigt werden. Die neuen Shoppable Ads on Google Images basieren auf einem ähnlichen Ansatz. Bei allgemeinen Suchbegriffen wie „Schuhe“ oder „Männerjacke“ hat sich der Kunde noch nicht für ein spezifisches Produkt entschieden. Die Werbeanzeigen locken den potentiellen Kunden also in genau dem richtigen Moment und machen auf ihre Produkte aufmerksam.

Das neue Werbeformat der Shoppable Ads beschränkt sich aber nicht darauf, den potentiellen Kunden lediglich einzelne passende Produkte vorzuschlagen. Es soll vor allem eine ansprechende Komposition passender Produkte angeboten werden. Wird beispielsweise eine Suchanfrage nach aktuellen Schmucktrends in der Google Bildersuche gestartet, ist es Händlern möglich, mehrere ihrer Produkte in einem ansprechenden Bild zu verlinken und so die Kunden direkt auf ihren Onlineshop weiterzuleiten. Die Bilder für die Shoppable Ads on Google Images werden automatisch von der Webseite des Werbetreibenden gecrawlt, wenn dieser für das Format registriert ist.

Die Shoppable Image Ads sind größer als andere Suchergebnisse bei Google Images und mit einem „Gesponsert“- Badge sowie einem kleinen Preisschild-Icon versehen. Gefällt dem User das Produkt kann er mit der Maus über die einzelnen Elemente fahren und bekommt dann eine Übersicht über Preis und Produktdetails. Mit einem Klick gelangen die Kunden direkt auf die Seite des Werbetreibenden.

Unser Fazit: Da viele User bereits durch Instagram und Pinterest die Haptik einer Image Shopping Ad verstehen und für viele diese Art des Online Shoppings bereit zum gewohnten Online-Alltag gehört, wird das Format auf Google vermutlich ähnlich angenommen werden. Wir sehen in den neuen Image Ads keine direkte Konkurrenz zu Instagram und Pinterest. Primär, da die komplette „soziale“ Komponente bei Google Images fehlt. Auf Instagram und Pinterest werden Kaufentscheidungen nicht selten von der Person entscheidend beeinflusst, die den Content postet. Dieser Ansatz fällt auf der unpersönlichen Bilderwand auf Google Images gänzlich weg.

Zudem erachten wir die Shoppable Ads auf Google Images für deutlich „tiefer“ im Conversionfunnel angeordnet, während die Shopping-Ads auf Instagram und Pinterest vor allem im upper funnel bei der Inspiration helfen sollen und oft überhaupt erst die Lust am Produkt erwecken.

Letztendlich bleibt abzuwarten wie die Shoppable Ads auf Google Images akzeptiert und genutzt werden. Es wird spannend.