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WhatsApp öffnet sich für Werbung

26.06.2019 von Philipp Schetter

Die News sorgte Anfang Mai für Furore: WhatsApp öffnet sich 2020 für Werbung. Im ersten Schritt werden die Ads nur im Status Bereich angezeigt, so wie es bereits seit geraumer Zeit auf Instagram in den Stories möglich ist. Außerdem ändert die Chat-Plattform die Kommunikationsmöglichkeiten für Unternehmen mit deren Kunden: one-to-one statt one-to-many heißt es ab dem 7. Dezember 2019.

Unternehmen konnten bereits seit einiger Zeit den Kundendialog mit Push-Nachrichten an große Gruppen gestalten. WhatsApp macht dieser Massenkommunikation nun jedoch ein Ende und setzt stattdessen auf individuelle Einzelkommunikation.
 

Welches Potential birgt das für Advertiser?

Nimmt man allein die Reichweite von WhatsApp und die sehr guten Targeting-Möglichkeiten innerhalb des Facebook Universums, liegt auf der Hand, dass sowohl in den Ads als auch in der persönlichen Kundenkommunikation ein enormes Werbe-Potential schlummert. Da vorerst nicht geplant ist, innerhalb der Chats Werbung zu schalten, kann man davon ausgehen, dass die meisten Nutzer der Chat-Plattform treu bleiben – trotz Werbung. Ähnlich wie die Story-Ads auf Instagram sind die Status-Ads ein starkes Branding-Format.

Was die Push-Nachrichten an Kunden betrifft, so können Unternehmen nun ihren Service durch Supportangebote, Transaktions-Bestätigungen oder einfach nur persönliche Beratung weiter ausbauen.


Wie Werbungtreibende sich jetzt schon vorbereiten können:

Der Onboarding-Prozess für die Werbeschaltung auf WhatsApp wird aller Voraussicht nach einfach und schnell gehen, da die Werbeformate bekannt sind und Facebook auf viele Jahre Erfahrung im Advertising zurückblickt.

Interessierte Unternehmen sollten jedoch ihre Strategien frühzeitig auf Umsetzbarkeit im Sinne der DSGVO prüfen.

Was den Kundendialog angeht, haben Advertiser noch ein knappes halbes Jahr Zeit, ihre Konzepte anzupassen. Aber sowohl kurz- als auch mittelfristig bietet die Umstellung nicht nur einen Mehrwert für Kunden, sondern auch für die Unternehmen: Durch den persönlichen Dialog erhalten Unternehmen wesentlich bessere Informationen über ihre Kunden und können die Customer Journey besser gestalten.