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Marketing Insights

Agent to Agent, MCP, ACP, UCP: die Begriffe hinter dem Marketing für KI-Agenten

SUMMARY
Wenn KI-Agenten für Menschen suchen, vergleichen und kaufen, entstehen Protokolle und Konventionen für den Austausch zwischen Agenten, Shops und Marken. Sechs Begriffe, je mit dem, was sie für dein Marketing bedeuten.
Zuletzt aktualisiert
23.10.2026
Robin Kardinal

Wenn ein KI-Agent für einen Menschen sucht, vergleicht und kauft, spricht er mit Shops, Diensten und anderen Agenten. Dafür entstehen gerade Protokolle und Konventionen. Hier die Begriffe, die dir dabei begegnen, je mit dem, was sie für dein Marketing heißen.

Agent to Agent

Als Konzept: Ein Mensch schickt seinen KI-Agenten, und der spricht mit dem Agenten des Shops, des Dienstes oder der Marke. Der Mensch besucht die Seiten nicht mehr selbst. Google hat 2025 ein offenes Protokoll mit demselben Namen vorgestellt, über das Agenten verschiedener Anbieter Aufgaben untereinander austauschen.

Für dein Marketing: Die Auswahl fällt im Agenten, nicht auf deiner Seite. Was ein Agent nicht lesen kann, empfiehlt er nicht. Was deine Marke jetzt braucht, steht auf der Seite Agent to Agent.

MCP, das Model Context Protocol

Ein offener Standard von Anthropic aus dem Jahr 2024. Er legt fest, wie ein KI-Modell mit Werkzeugen und Datenquellen spricht: Ein Server stellt Funktionen und Daten bereit, der Agent ruft sie in einer einheitlichen Form ab.

Für dein Marketing: Über MCP kann ein Agent zum Beispiel einen Produktkatalog, einen Bestand oder einen Terminkalender abfragen. Wer seine Daten so bereitstellt, wird für Agenten anfragbar, ohne dass jeder Anbieter eine eigene Schnittstelle bauen muss.

ACP, das Agentic Commerce Protocol

Ein offener Standard von OpenAI und Stripe aus dem Jahr 2025. Er beschreibt, wie ein Agent einen Kauf bei einem Händler anstößt und abschließt, von der Produktliste bis zur Bezahlung, ohne dass der Mensch den Shop öffnet.

Für dein Marketing: Der Kauf findet im Gespräch mit dem Agenten statt. Dein Produktfeed, deine Preise und deine Verfügbarkeit müssen dort stimmen, wo der Agent sie liest, sonst kommt der Kauf nicht zustande.

UCP, das Universal Commerce Protocol

Googles offener Standard, Anfang 2026 vorgestellt, mit dem Agenten Produkte finden, vergleichen und bei Händlern kaufen. Händler stellen ihr Sortiment in einem einheitlichen Format bereit, Agenten verschiedener Anbieter lesen es.

Für dein Marketing: Dieselben Produktdaten, die heute Google Shopping speisen, werden zur Grundlage für Agenten. Ein Datenstand, der im Feed, im Shop und auf der Produktseite gleich ist, zahlt doppelt ein.

Agent Card

Die Visitenkarte eines Agenten im Protokoll Agent to Agent: eine kleine Datei auf dem Server, die beschreibt, was der Agent kann, welche Aufgaben er annimmt und unter welcher Adresse er erreichbar ist. Andere Agenten lesen sie, bevor sie ihn ansprechen.

Für dein Marketing: Hat deine Marke einmal einen eigenen Agenten, ist die Agent Card der Eintrag, über den ihn andere finden. Vorher gilt: erst lesbar, dann anfragbar.

llms.txt

Eine Konvention aus dem Jahr 2024: eine Textdatei im Stammverzeichnis der Website, die Sprachmodellen in kurzer Form sagt, worum es auf der Seite geht und wo die wichtigen Inhalte liegen. Vergleichbar mit der robots.txt, nur als Wegweiser statt als Verbotsliste.

Für dein Marketing: Eine llms.txt ersetzt keine Produktdaten, erleichtert Modellen und Agenten aber den Einstieg in deine Seite. hurra.com stellt eine bereit.

Die Begriffe sind Mittel, nicht Ziel. Was zählt: Produktdaten, strukturierte Daten und Produktseiten, die ein Agent versteht, dazu eine Messung, die Agentenbesuche erkennt. Mehr dazu auf der Seite Agent to Agent.